IJSO Bundesfinale 2025
IJSO Bundesfinale 2025
Julian Janzer (9B) und Paul Loghin-Radu (10B) haben es geschafft: Sie gehören zu den besten jungen Naturwissenschaftlern Deutschlands und konnten sich für das Bundesfinale der Internationalen Junior Science Olympiade (IJSO) qualifizieren.
Von rund 4.000 Teilnehmenden bundesweit erreichten lediglich 40 Schülerinnen und Schüler die Endrunde – ein beeindruckender Erfolg, auf den Julian und Paul sehr stolz sein können.
Bis dorthin war ein langer Weg zu gehen, den ich sehr gerne begleitet habe. Der Wettbewerb begann mit einer experimentellen und theoretischen Hausarbeit, gefolgt von einer Multiple-Choice-Klausur in der zweiten Runde. In der dritten Runde mussten die Teilnehmenden schließlich ihr Können in allen drei naturwissenschaftlichen Disziplinen – Physik, Chemie und Biologie – in einer theoretischen Klausur unter Beweis stellen.
Mit großem Engagement, Fachwissen und Ausdauer meisterten die beiden Schüler jede Herausforderung und sicherten sich so ihren Platz im Bundesfinale.
Diese herausragende Leistung wurde auch von der Schulfamilie gewürdigt: In einer kleinen Feierstunde ehrten Schulleiterin Frau Schicker, die Fachbetreuer Herr Hoffmann (Physik), Herr Mika (Chemie), Frau Mika (Biologie) sowie Frau Donhauser von der MINT-Begabtenförderung die beiden erfolgreichen Nachwuchsforscher.
Die gesamte Schule ist stolz auf Julian und Paul und wünscht ihnen viel Erfolg und Freude beim Bundesfinale der IJSO!
Edith Donhauser
Ablauf des Bundesfinales
Wir sind in der zweiten Woche nach den Sommerferien 2025 nach Hannover gefahren, um am Bundesfinale teilzunehmen. Am Montag gab es eine Einführung in die Jugendherberge, und uns wurde der Ablauf der Woche erklärt.
Am Dienstag ging es dann schon los. Nach dem Frühstück sind wir zur Universität Hannover gefahren, um die theoretische und die Multiple-Choice-Klausur in einem älteren Hörsaal abzulegen. Für beide Klausuren hatten wir jeweils 75 Minuten Zeit, und sie waren in drei Teile aufgeteilt: Biologie, Physik und Chemie. Die Multiple-Choice-Klausur, die wir zuerst schrieben, konnte man mit etwas Vorwissen gut lösen. Es wurden Fragen zu Themen wie Zellen, Optik, Technik, Säure-Base-Reaktionen und vielem mehr gestellt. Doch bei der theoretischen Klausur musste man sich gut konzentrieren, um die Aufgaben richtig zu verstehen. Zum Glück wurden bei manchen Fragen Formeln zur Verfügung gestellt, sodass man sie auch ohne spezielles Vorwissen durch logisches Denken lösen konnte. Bei anderen Fragen hingegen war es schlicht eine Sache des Wissens – entweder man wusste es oder eben nicht –, was teilweise etwas frustrierend war. Trotz allem hat es viel Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, und die Erfahrung, in einem richtigen Hörsaal eine Klausur zu schreiben, ist unvergleichlich.
Nach den beiden Klausuren gab es in der Kantine der Universität Mittagessen. Am Nachmittag wurden wir in das Labor für die dritte und experimentelle Klausur eingewiesen. In dieser Klausur arbeitet man in einer Dreiergruppe und muss Experimente aus Biologie, Physik und Chemie durchführen und protokollieren. Am Dienstag haben wir auch erfahren, wer unsere Gruppenmitglieder sind, und wir haben gemeinsam eine Titration und eine Dünnschichtchromatografie durchgeführt, um uns mit dem Labor und den anderen Gruppenmitgliedern vertraut zu machen.
Am Mittwochvormittag haben wir dann von den Betreuern noch Tipps für die experimentelle Klausur bekommen. Alle waren sehr nett, und die Tipps waren sehr hilfreich. Für die experimentelle Klausur hatten wir 150 Minuten Zeit, weshalb wir die Experimente unter uns Dreien aufteilen mussten – es wäre sonst zu knapp gewesen, alles nacheinander zu machen. Ich habe zuerst den chemischen Teil mit einem Partner begonnen und bin anschließend zum physikalischen Experiment übergegangen. Dort musste ich mithilfe eines Geräts, das die Absorption von Licht durch eine Flüssigkeit misst, die Konzentration eines Farbstoffs in einer Lösung berechnen. Anfangs wusste ich nicht genau, wie das funktionieren sollte, doch nach etwas Nachdenken konnte ich es herausfinden.
Für den chemischen Teil mussten wir zunächst einen Farbstoff aus Schafwolle extrahieren und ihn anschließend mit einer Dünnschichtchromatografie analysieren. Beim biologischen Experiment haben wir Tomaten, Haselnüsse und Trauben verglichen. Am Ende wurde die Zeit knapp, aber wir haben es geschafft, jede Frage zumindest teilweise zu beantworten.
Am Donnerstag haben wir ein Gruppenfoto in passenden IJSO-T-Shirts gemacht und sind dann zum Botanischen Garten gefahren. Vor Ort haben wir zwei Gruppen gebildet: Die eine ging in den Botanischen Garten, die andere in den Schlosspark, um Improvisationstheater zu spielen.
Am Freitag ging es nach einer langen Spielenacht zur Preisverleihung, bei der wir auch einen Vortrag über Teilchenphysik hörten, und am Nachmittag traten wir die Heimreise an.
Das Bundesfinale hat sehr viel Spaß gemacht, und alle Leute dort waren sehr nett und interessant. Wenn ich nächstes Jahr wieder mitmachen könnte, würde ich das auf jeden Fall tun.
Julian Janzer
- Paul L.-R., Julian J. und Frau Donhauser
- 12. November 2025
- Tobias Drescher