TUMMS

Was ist TUMMS?

Technische Universitat München Mathematik-Stipendium

Das Wort ”Stipendium“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass einer ausgewählten Gruppe ein einzigartiges Programm geboten wird und die Finanzierung ihres fünftägigen Aufenthaltes an der TUM übernommen wird.
In den vergangenen 17 Jahren wurden jeweils etwa 30 hervorragende Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern und darüber hinaus zur Teilnahme an TUMMS ausgewählt.
Allgemeine Bilder und Informationen finden sich auch unter www.ma.tum.de/tumms und falls sich jemand angesprochen fühlt und sich auch einmal bewerben möchte, bitte bei Frau Donhauser melden.

Xintong Gu (10d) hat einen Artikel über das TUMMS verfasst, die dieses Jahr trotz Corona daran teilnehmen durfte.

SchnupperTUMMS 2020

TUMSS Mit TUMMS bietet die Technische Universitat München mathematisch begabten Schülerinnen und Schülern aus der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, Mathematik als spannendes, offenes, lebendiges und vielseitiges Forschungsgebiet zu erfahren. Das diesjährige TUMMS konnte aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht wie gewohnt in Präsenzform stattfinden. Deshalb wurde das TUMMS-Programm dieses Jahr mit Schupperstudium-Mathefrühling an der TUM kombiniert, so durften wir, insgesamt mehr als 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland, an dem einmaligen online SchnupperTUMMS teilnehmen. Dank Frau Donhauser, Organisatorin für MINT-Wettbewerbe, durfte ich eine der wenigen Teilnehmer sein. Trotz technischen Schwierigkeiten wurde uns ein sehr umfangreiches viertägiges Programm angeboten im Juni 2020, so durften wir die Zeit in den Pfingstferien dafür nutzen, Mathematik anhand spannender Beispiele aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Das Programm fing mit einer entspannten Begrüßungsrunde an, wo wir uns untereinander kennenlernten und uns das Orga-Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studentinnen und Studenten der TUM vorgestellt wurde. Daran anschließend gab es eine kleine kreative online-Campusführung, damit wir uns einen Einblick verschaffen konnten.

Der nächste Tag war der Studientag. Wie der Name schon sagt, ging es an dem Tag intensiv um die Vermittlung mathematischer Sachverhalte fernab des Schulstoffes. Wir erhielten eine sehr informative Vorlesung, welche aus drei Vorlesungseinheiten bestand, in denen hauptsächlich das Wissen vermittelt wurde, und zwei Übungseinheiten, in denen in kleinen Gruppen die komplexe Aufgaben zum Stoff der Vorlesung bearbeiteten und die studentische Tutorinnen und Tutoren unsere Fragen beantworteten. Das Thema der Vorlesung lautete: Was haben komplexe Zahlen mit dem Mond zu tun? Obwohl die Mathematik auf Uni-Niveau war und alles am Anfang überwältigend schien, hatte Professor Dr. Carsten Lange uns die komplexen Zusammenhänge anhand von teils abstrakten oder alltagsnahen Beispielen recht verständlich und geduldig erklärt. Zum Abschluss dieses „uni-nahen“ Tages fand noch einen kleinen Vortrag zu Studieninfos statt. Von der Bewerbung und den Modulen jedes Semesters bis hin zum akademischen Grad und Forschungsfelder wurde alles Mögliche rund um das Mathestudium an der TUM ganz genau erklärt.

Nach dem Wochenende folgte der Berufstag. Zwei ehemalige Studentinnen und Studenten der Mathematik-Fakultät der TUM erzählten uns von ihrem spannenden Berufsleben in ZITiS (Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich) sowie DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und weitere Berufschancen nach einem Mathe-Studium. Dieser kleine Ausblick gab uns noch mehr Motivation in der Zukunft Mathematik zu studieren.

Der letzte Tag, Enigame-Tag, war das absolute Highlight des ganzen Programms. Enigame ist eine virtuelle Puzzle-Hunt, die zur Spezialität der TUM zählt. Wir, die Teilnehmer, fanden sich in Fünfer- bis Sechser-Gruppen zusammen, und mussten innerhalb von acht Stunden 13 herausfordernde Puzzles auf Englisch lösen. Wer schneller ist, gewinnt. Stichwörte wie Morse Code, Caesar Cipher, Konami, Koordinate, etc. waren unsere Tools, um die Puzzles zu lösen. Manchmal mussten wir die Nebengeräusche in fünf Audiodateien beseitigen, um die geheime Nachrichten zu entdecken, manchmal ein kompliziertes Muster aus eine lange Reihe von sinnlosen Buschstaben finden, und manchmal auch ewig lange nach Länderflaggen suchen die ein bestimmtes Farbmuster aufweisen, und so weiter und so fort. Unser Team, Bletchley Park, wurde am Ende zwar nicht das Gewinner-Team, aber wir alle hatten großen Spaß daran gehabt.

Durch das Schnupper-TUMMS habe ich einen tollen Eindruck bekommen, wie sich Studieren an der Uni anfühlt, und spannende Einblicke aus dem Berufsleben der „echten“ Mathematikerinnen und Mathematiker erhalten. Obwohl das gesamte Programm dieses Jahr nur im virtuellen Raum stattgefunden hat, war es für mich ein sehr wertvolles Erlebnis.