Die partielle Sonnenfinsternis

Die partielle Sonnenfinsternis

Seit dem Halbjahr unterrichte ich die 7a in Physik, aber bisher fast nur im Distanzunterricht, d.h. Versuche vor der Kamera und zu Hause auf dem Schreibtisch oder Küchentisch.

Ganz anders jedoch war die Physikstunde am 10. Juni 2021. Thema Licht und Schatten, insbesondere auch natürliche Phänomene. Da hätte das Timing nicht besser sein können, die Sonnenfinsternis kam genau zur richtigen Zeit (sogar in unserer Doppelstunde, ich musste nichts tauschen).

Der Wetterbericht verhieß zunächst nichts Gutes, 70% Regenwahrscheinlichkeit mit Gewitter und Starkregen, aber es kam zum Glück ganz anders.

Die Sonne schien, es kamen nur hin und wieder ein paar Deko-Wolken vorbei. Um 11:38 Uhr passierte es dann tatsächlich, der Mond schob sich allmählich über den oberen Sonnenrand und verdeckte einen Teil der Sonne. Um 12:28 Uhr war die maximale Bedeckung erreicht, allerdings wurden nur etwa 6% der Sonne verdeckt, das ist nicht wirklich viel. (Ganz anders in Grönland, dort war die Sonnenfinsternis ringförmig zu sehen, doch auf eine Exkursion musste Corona-bedingt verzichtet werden). Es wurde bei uns nicht dunkler, man konnte den Effekt nur mit der Sonnenfinsternisbrille, in Projektion oder mit dem Teleskop (das hatte natürlich auch eine passende „Brille“ bekommen) sehen. Die 7a verfolgte den Transit und war sehr beeindruckt:

„da kann man ja direkt zuschauen, wie sich der Mond bewegt“

„die Wolken machen tolle Muster auf der Sonne“

„der Mondrand ist ja ganz unregelmäßig“

„da fehlt ja tatsächlich etwas“

Und natürlich ganz viele „ohs“ und „ahs“ und „voll krass“ usw.

Es kamen auch etliche Kolleg*innen vorbei, einige Klassen und auch Abiturient*innen. Um 13:22 Uhr verließ der Mond die Sonne und lief unbeeindruckt auf seiner Bahn weiter.

Vielen Dank an Chiara Coppi und Christoph Honal, die beim Aufbau und Abbau halfen und die ganze Zeit auf die Teleskope und die Schüler*innen geachtet haben.