JuniorAkademie

JuniorAkademie Bayern

JuniorAkademie ist ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders begabter und leistungsbereiter Schüler*innen, welche die Jahrgangstufen 8 oder 9 an Realschulen und Gymnasien besuchen. Die diesjährige JuniorAkademie Bayern, organisiert vom Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen (IIS), fand im Fraunhofer Forschungscampus Waischenfeld vom 28. August bis 06. September 2019 statt, wo 30 Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern teilnahmen.

Es gab drei Hauptkurse zur Auswahl:

Kurs 1: Es werde Licht – Chemie mit Licht, Licht durch Chemie

Kurs 2: Wo sind wir – Satellitennavigation mit Galileo

Kurs 3: Photonen Linsen, Bits und Pixel.

In jedem Kurs befanden sich ca. 10 Schüler*innen und ein*e Professor*in bzw. ein*e Kursleiter*in, welcher als Lehrer fungierte.

Ich hatte dieses Jahr das Glück und die Chance, an der JuniorAkdemie in Waischenfeld teilnehmen zu können.

Ich hatte in der 9. Klasse am Landeswettbewerb für Mathematik teilgenommen und den ersten Preis erhalten (im Zusammenarbeit mit einem anderen Mitschüler), aus dem diesem Grund hatte Frau Donhauser, MINT-Wettbewerbe und -Begabtenförderung, mir von der JuniorAkademie berichtet und mich anschließend für dieses Programm vorgeschlagen. Da ich mich schon immer besonders für Chemie und Physik interessiere, war ich sehr glücklich, dass ich mich bewerben darf und schließlich die Möglichkeit hatte, dort teilzunehmen. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft und die Begeisterung, neue Themen selbständig und gemeinsam in einer Gruppe zu erschließen, zu bearbeiten, zu dokumentieren und zu kommunizieren, und natürlich auch die entsprechende Leistungsnachweise, wie z.B. Zeugnisse, Zertifikate, etc.

Wir hatten uns zuerst mit Theorien des Lichts auseinandergesetzt, z.B. „Was ist Licht?“, „Was für Lichtarten gibt es?“, „Welche Lichtquellen gibt es?“ usw.

Nach der physikalischen Betrachtung des Lichts fing der chemische und physikalische Teil des Kurses an. Wir starteten mit dem relativ leichten Atombau und Molekülbau, danach wurde es aber immer schwerer und herausfordernder. Die Themen, mit den wir uns beschäftigten, z.B. die Quantenzahlen, die Valenzbindungstheorie, die Molekülorbitaltheorie, Hybridorbitale, Pi-Bindungen usw., kommen normalerweise erst im zweiten Semester des Chemiestudiums vor.

Die Rolle der Mathematik in der Physik ist auch nicht zu vergessen: Sowohl den Zusammenhang zwischen Frequenz, Wellenlänge und Energie des Lichts, als auch die Schrödinger-Gleichung und die Born-Oppenheimer-Näherung kann man nicht ohne mathematisches Vorwissen verstehen.

Die Farbenlehre stand auf unserem Programm auch im Vordergrund. Wieso Moleküle für uns Menschen überhaupt farbig erscheinen, obwohl die einzelnen Atome eigentlich farblos sind? In dem Teil des Kurses haben wir Indigo (ein uralter blauer Farbstoff) hergestellt, und weiße T-Shirts gefärbt.

Das Highlight des Kurses war „Licht durch Chemie“. Da ging es v.a. um die organische Chemie und Physik also dem Zusammenhang zwischen Elektronen in Orbitalen und der Freisetzung, der bei der Reaktion entstandenen Energie. Neben einer Menge von noch komplizierteren Theorien wurden auch viele Versuche mit großem Spaß durchgeführt. Da solche Versuche wie Fluoreszenz (kurze Lichtemission nach der Belichtung), Phosphoreszenz (lange Lichtemission nach der Belichtung) und Chemolumineszenz (Licht durch chemische Reaktion) wunderschön leuchten, haben wir am letzten Tag der Akademie diese Versuche auch anderen Schüler und den Eltern präsentiert.

Die Wechselwirkungen von Licht mit Materie sind ziemlich anspruchsvoll und wir hatten dank unseres tollen Kursleiters und seinen Studenten am Ende fast alles verstanden. Unsere Fragen wurden immer geduldig und verständlich erklärt, oft erhielten wir auch noch detailliertere Antwort als wir erwarteten.

Wir haben auch einen Tagesausflug an das Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen in Erlangen unternommen.

Neben dem wissenschaftlichen Teil der Akademie hatten wir auch Freizeitprogramme. Es gab zwei kursübergreifende Angebote zur Auswahl: Kreativ-Kurs und Sport-Kurs. Ich habe mich für Sport entschieden, und die Programme haben mir sehr viel Spaß gemacht. Es war einfach schön, beim Beach-Volleyball, Handball, Wandern usw. sich auszupowern zu können.

Am 01.September haben wir noch einen kleinen Ausflug nach Pottenstein gemacht, wo wir die Teufelshöhle besichtigt hatten, Sommerrodelbahn und Tretboot gefahren waren.

Die JuniorAkadmie hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte mit dem Basiswissen in der Chemie und Physik aus der Schule noch einen Schritt weiterkommen und erforschen. Ich habe auch viele Freundschaften geschlossen, sowohl mit anderen Akademieteilnehmer als auch mit den Kursleitern. Insgesamt war die JuniorAkademie für mich ein äußerst schönes und einzigartiges Erlebnis.