CERN-Fahrt

CERN-Fahrt nach Lausanne/Genf

In der Zeit vom 09.-11.10.2019 ging es für das W-Seminar Physik und ein paar glückliche Mitschüler der Q12 mit dem Bus in die schöne Schweiz nach Lausanne am Genfer See.

Nachdem wir uns ein Jahr lang bereits mehr oder weniger intensiv mit verschiedenen Bereichen der Teilchen- und Beschleunigerphysik beschäftigt hatten, stand nun als besonderes Highlight des Seminars der Besuch des nahe Genf gelegenen Forschungszentrums CERN mit dem weltweit größten Teilchenbeschleuniger LHC auf dem Programm. Demensprechend groß war die Vorfreude, als wir am Mittwochmorgen dem Schulalltag entflohen, und uns drei Tage gefüllt mit interessanten Führungen, aktiven Workshops, coolen Städteerkundungen und einer Menge Spaß erwarteten.

Unsere Jugendherberge lag nur einen Katzensprung vom Genfer See entfernt, und nach einer langen Busfahrt haben wir uns alle auf ein gemeinsames Abendessen gefreut. Dann sind wir losgezogen, um mit Herrn Hoffmanns geheimen Qualitäten als Stadtführer die Innenstadt Lausannes zu erkunden - und dabei eine Gratisdusche von oben abzubekommen...

Nach einem trotzdem sehr schönen ersten Abend starteten wir am nächsten Morgen erholt in die nächste Runde und begannen mit einem coolen Workshop im S'Cool Lab des CERN. Mithilfe der Zutaten "Trockeneis" und "Alkohol" hatten wir das perfekte Rezept für eine selbstgebaute Nebelkammer. Dadurch konnten wir verschiedene Teilchen wie Myonen, Elektronen und die Heliumkerne der Alphastrahlung detektieren, was mit den wenigen Hilfsmitteln echt beeindruckend war.
Im Anschluss an die wohlverdiente Mittagspause in der ausgezeichneten Kantine erwarteten uns verschiedenste Vorträge über das CERN, in denen unsere offenen Fragen von Experten beantwortet wurden. Unser nächstes Besuchsziel war dabei das Datenverarbeitungszentrum, das tagtäglich Unmengen von Daten speichern muss. Zur Anschaulichkeit erklärte man uns, dass von den 40.000.000 Bildern von Kollisionen, die pro Sekunde entstehen, so viele aussortiert werden, dass jährlich "nur" eine Menge übrigbleibt, die in mehreren DVD-Stapeln bis zum Gipfel des Mont Blanc aufgeschichtet werden könnte - also einfach unvorstellbar viel.
Den Abschluss unserer Tour bildete die Besichtigung der Antimateriefabrik. Mit dem Eintreten in die Halle des Teilchenent(!)schleunigers tauchten wir in die Welt der chaotischen Physiker ab, die inmitten von Kabeln, Rohren und Riesenmagneten an Experimenten über den Ursprung unseres Universums feilen.

Nach diesen interessanten Einblicken herrschte im Bus ausgelassene Stimmung auf unserem Weg zu abendlichen Erkundungstrips auf eigene Faust in Lausanne. Die Restauranttester unter uns ließen das Käsefondue einstimmig durchfallen (wegen des unerwarteten Weingeschmacks…) und die Abenteurer richteten sich nach dem Grundsatz "im Zweifel immer links gehen", um sich in den steilen Gassen nicht zu verirren. Zu unserem Glück war das Wetter dieses Mal auf unserer Seite, und auch am nächsten Tag konnten wir auf dem Rückweg noch einen schönen Stadtspaziergang durch Berns wirklich sehenswerte Altstadt unter strahlendem Himmel mitnehmen.

Vielen Dank an Herrn Hoffmann und Frau Donhauser, die uns dank ihrer organisierten und gleichzeitig entspannten Art eine tolle Fahrt ermöglicht haben, an die wir uns immer gerne zurückerinnern werden!

  • Estelle Kulow, Sofia Mari Surkau und Annika Kraft, Q12
  • 07. November 2019
  • Luca Otting