Zeitzeuge Dr. Welsch

Zeitzeuge Dr. Welsch

Geschichtsstunde der besonderen Art

Der Autor von „ICH WAR STAATSFEIND NR. 1“, Dr. Wolfgang Welsch, war am 24. Juni zu Besuch am Carl-Orff-Gymnasium, um Schülern und Schülerinnen der 10. und 11. Jahrgangsstufe die Bedeutung von Freiheit nahezubringen.

Er tat dies, indem er die Unfreiheit in der ehemaligen DDR schilderte. Anhand seiner eigenen Erfahrungen sprach er vom „Unrechtsstaat DDR“, von Verfolgung, Gefängnis und Folter bis zu Mordanschlägen, alles belegt durch Material oder Presseberichten aus verschiedenen Zeiten. Seit 20 Jahren hält er Vorträge in Schulen und es beschleicht den Zuhörer ein fast unwirkliches Gefühl, diese Fülle an dramatischen eigenen Erlebnissen von dieser so ruhig und gefasst wirkenden Person manchmal so eher beiläufig erzählt zu bekommen. An einer Stelle erklärt Wolfgang Welsch jedoch selbst die Situation: „Man sieht es einem nicht an, wie es innerlich aussieht.“ Und dieser Satz kommt so wahr und authentisch, dass man am liebsten viele Fragen stellen möchte, wie es denn tatsächlich in ihm aussähe. Doch dazu reicht leider die Zeit nicht und so mussten wir uns mit einem herzlichen Dankeschön, dass er uns viele Einblicke in die Arbeit der Stasi und deren Methoden gegeben hat, verabschieden. „Freiheit“, dieses Gut wertzuschätzen ist das zentrale Anliegen von Herrn Welsch und aus der Sicht eines in der Bundesrepublik aufgewachsenen Bürgers ist es schier unglaublich in welch rigider Art die Freiheit in der ehemaligen DDR bekämpft wurde. Diese Geschehnisse müssen uns bewusst werden und sein, damit wir alle entsprechend handeln, um uns die Freiheit unseres Lebens zu erhalten. Vielen Dank auch an Frau Gritt Schwarz, die den Kontakt zwischen dem COG und Herrn Welsch ermöglicht hat.