Missio for life
Missio for life
Wie fühlt es sich an, in den Straßen von Manila zu überleben oder in Tansania mit einer Behinderung für Anerkennung zu kämpfen?
Worum geht es?
Seit 2013 ist die interaktive Ausstellung „missio for life“ immer wieder am COG zu sehen, trotzdem hat sie nichts von ihrer Aktualität verloren und berührt die Jugendlichen immer noch. Im Schuljahr 2025/2026 besuchten im Oktober alle 9. Klassen und im Februar alle 8. Klassen die Ausstellung. Dabei tauchten die Schüler und Schülerinnen spielerisch in die Lebenswelt dreier Jugendlicher aus den Philippinen, Indien und Tansania ein. Mithilfe von Tablets, VR-Brillen und Serious Games konnten sie Situationen aus deren Leben hautnah nachempfinden.
Drei Schicksale
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Geoffrey, der querschnittsgelähmt ist, zeigt uns, wie schwierig der Alltag ist, wenn man aufgrund einer körperlichen Behinderung an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden kann.
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Renus Schicksal macht auf die Unterdrückung von Frauen aufmerksam, die schwerer familiärer Gewalt aufgrund von Mitgiftstreitigkeiten ausgesetzt sind.
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Durch extremen Hunger und Armut gezwungen musste der der Jugendliche Paolo stehlen, um zu überleben. Doch er gab nicht auf und versuchte, dem Teufelskreis der Armut zu entkommen.
Nachdem die Jugendlichen die Alltagswelt der drei Protagonisten, die stellvertretend für verschiedene reale Schicksale stehen, spielerisch erkundet hatten, ging Quirin Leidmann von der Hilfsorganisation “missio” auf Fragen ein.
Stimmen unserer Schülerinnen und Schüler
Im Religionsunterricht gab es die Möglichkeit, auf die Inhalte der Ausstellung einzugehen. Schüler und Schülerinnen der katholischen Gruppen 9a/9d sowie 9b/9e schrieben Postkarten (siehe Bildergalerie) an die Jugendlichen, die ähnliche Schicksale wie Geoffrey, Renu und Paolo erlebt haben. Aus diesen Karten stammen folgende Zitate (aus dem Englischen übersetzt):
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„Ich finde es bewundernswert, dass du dich nicht unterkriegen lässt. Du bist ein Vorbild für viele.“
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„Ich bin wirklich beeindruckt, wie du die Situation gemeistert hast. Ich denke, dass man das Leben auch ohne die Fähigkeit zu laufen noch genießen kann.“
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„Deine Geschichte hat uns wirklich schockiert und beeindruckt. Wir hoffen, dass du trotz deiner Erlebnisse ein schönes Leben führen kannst.“
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„Deine Geschichte hat mich tief berührt. [...] Ich habe gelernt, dass ich für alles, was ich habe, dankbar sein sollte.“
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„Ich wünsche mir, dass die Menschenrechte auf den Philippinen besser respektiert und gewahrt werden.“
Engagement des Fair Trade Teams
Spendensammeln gehört eigentlich nicht zu den Aufgaben des Fair Trade Teams, aber beim Verkauf von Waffeln mit fair gehandelten Zutaten (v.a. Schokoladencreme und Bananen) am Internationalen Tag der Banane der vergangenen drei Jahre wurde ein Gewinn erzielt, den Team spenden wollte. Der stolze Erlös von 400 Euro wurde an den Referenten von missio übergeben. Das Geld fließt direkt in das Kuya Center in Metro Manila. Dieses Zentrum bietet Straßenjungen im Alter von 6 bis 17 Jahren ein sicheres Zuhause, medizinische Versorgung sowie regelmäßige Mahlzeiten. Neben Bildungsangeboten und der Aufarbeitung von Traumata liegt ein Schwerpunkt darauf, die Kinder wieder mit ihren Familien zu vereinen.
Vorschau:
Aufgrund des überwiegend positiven Feedbacks ist geplant, “missio for life” im nächsten Schuljahr wieder an das COG zu holen.
- Sabine Thierfelder
- 19. Februar 2026
- Daniel Panoor