DenkStätte Weiße Rose

Welche Freiheiten sind dir wichtig?

Exkursion zur DenkStätte der „Weißen Rose“

Am 08.11.2022 fuhren die Schüler:innen der ev. Religionsgruppe 9def nach München, um an einem Halbtagesseminar mit Frau Dr. Hoegner über die „Weiße Rose“ teilzunehmen. Sie begannen an der Feldherrnhalle mit einem Gespräch über Freiheiten, die ihnen wichtig sind und gingen dann zur sog. „Drückebergergasse“, durch die Münchener Bürger gegangen sein sollen, die den damals vor der Feldherrenhalle obligatorischen Gruß nicht leisten wollten.
Anschließend kamen sie zum Landwirtschaftsministerium, das in der NS-Zeit das Zentralministerium war und in dessen Wirtschaftshof Mitglieder der „Freiheitsaktion Bayern“ am 28./29.04.1945 erschossen worden sind, da sie eine gewaltlose Kapitulation angestrebt hatten. Nach dieser Gruppe wurde 1947 die „Münchener Freiheit“ benannt.

Der Walter-Klingenbeck-Weg befindet sich zwischen der Staatsbibliothek und St. Ludwig und die Schüler*innen hörten, dass Walter Klingenbeck fünfeinhalb Monate nach den Geschwistern Scholl am 05.08.1943 als 19-Jähriger hingerichtet worden war, nachdem er das Victory-Zeichen „V“ an ca. 40 Gebäude gemalt hatte.
Weiter ging es zu den sog. „Wunden der Erinnerung“ an der Universitätsbibliothek in der Schellingstraße/Ecke Ludwigstraße, wo Einschlaglöcher an den Zweiten Weltkrieg erinnern.

Von dort aus kamen die Schüler*innen zu dem Ziel der Exkursion, dem Lichthof und der DenkStätte im Hauptgebäude der LMU am Geschwister-Scholl-Platz. Zunächst liefen sie durch den Lichthof, den sie aus dem Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ kannten, da hier die Flugblätter heruntergefallen waren.
Dann besuchten sie die DenkStätte „Weiße Rose“, informierten sich an den interaktiven Medienstationen über deren Mitglieder sowie über die Zeitzeugen und suchten Antworten auf die Fragen, welche Freiheiten den damaligen Studenten wichtig gewesen waren und wogegen diese sich gewehrt hatten.
Nach einer Präsentation der Flugblätter durch Frau Dr. Hoegner gingen sie an die Stelle im dritten Stock, an der Sophie Scholl mehrere Exemplare des letzten Flugblattes hinuntergeworfen hatte und anschließend zum Bodendenkmal vor dem Haupteingang, das Flugblätter, Porträts und einen Abschiedsbrief von Willi Graf darstellt.

Schließlich fuhren sie nach einem sehr intensiven Vormittag wieder nach Hause und werden sich in der Zukunft vielleicht bei einem Besuch der Ludwigstraße an diese Widerstandsaktionen erinnern.
Weitere Informationen und Kontakt: https://www.weisse-rose-stiftung.de/denkstaette-weisse-rose-am-lichthof-der-lmu-muenchen/