Plastik-Piraten im Einsatz

Plastikpiraten im Einsatz

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In der letzten Juniwoche sind wir, also die Klassen 7B und 7E, an den Isarsteg in Freising gefahren. Nicht etwa, um dort ein Picknick zu machen, sondern um für die Aktion „Plastic Pirates“ zu forschen!
Es geht darum, an ein nahegelegenes Fließgewässer zu fahren und Müll zu suchen bzw. zu sortieren und Mikroplastik am Ufer und aus dem Wasser herauszufiltern. Dafür haben sich die Klassen in je 5 Gruppen aufgeteilt:

Die Gruppe A arbeitete am Flussufer der Isar, welches in drei Zonen aufgeteilt wurde. Nun wurde in jeder der drei Zonen Müll gesammelt, welcher dokumentiert und mit den anderen Müllfunden der jeweiligen Zone verglichen wurde. In Gruppe B war die Müllvielfalt das Thema. Fleißig wurde die Kiesbank nach verschiedenem Müll abgesucht und der gefundene Müll anschließend in einer eigenen Sortierstation in Kategorien aufgeteilt.
Gruppe C war für im Wasser treibenden Müll verantwortlich. Dabei haben sie nicht nur auf sichtbaren Müll geachtet, sondern auch auf "Größeres Mikroplastik", was eine Größe von 1-5 mm hat.
Gruppe D war das Reporterteam, welches Bilder von der Aktion gemacht und nach Antworten auf folgende Fragen gesucht hat: "Wie erfolgreich war die Probennahme?", "Was sind mögliche Müllquellen in der Nähe des Flusses?“, "Woher stammt der Müll?“, "Wer könnte verantwortlich dafür sein?" und "Wie könnte man das Müllproblem in den Griff bekommen?"
Die Zusatzgruppe hat das Mikroplastik im Sand am Flussufer untersucht.

7b

Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, ist es überraschend:
Gruppe A meinte, dass weniger Müll als erwartet gefunden wurde. Sie haben innerhalb ihrer Kreise u.a. Zigarettenstummel, Kronkorken und weitere Partyüberreste gefunden. Gruppe B hatte mehr Plastikmüll erwartet, war dafür aber wegen den vielen Glasflaschen überrascht, die bei genauerem Hinsehen im hohen Gras von der Klasse 7B entdeckt wurden. Die absurdesten Dinge, die gefunden wurden, waren laut Gruppe B, Kopfhörer und eine Badelatsche. In der Zusatzgruppe wurden nur wenige Mikroplastikteile gefunden und bei Gruppe C keine. Aus dem Wasser wurden nur natürliche Kleinteile gefischt.

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Aber wo kommt der Müll her? Hier waren sich viele einig, nicht nur unsere Klassen, sondern auch Anwohner und Passanten: Von den vielen Partys und Flussbesuchern am Isarufer!
Ein Angler erzählte auch von treibenden Fahrrädern, Plastiktüten und Plastikflaschen. Vermehrt wurde auch Müll im Umkreis von überfüllten Mülleimern, bei Parkbänken und Kinderspielplätzen gesehen.
Doch wie kann man dieses Problem lösen? Hierzu gibt es verschiedene Meinungen. Manche sind für Strafen wie in Neuseeland, jährliche Müllaufsammel-Pflichten für jeden Einwohner oder Mülleinsammeln während dem Joggen. Klar ist aber, dass einem die Natur mehr wert sein und jeder seinen Müll wieder mitnehmen sollte, denn zu viel Müll ist gefährlich. Nicht nur für Tiere, die diesen beispielsweise fressen, sondern auch für uns Menschen, die beim Baden in Scherben treten könnten.

Uns hat dieser Ausflug auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und wir würden es gerne noch einmal machen.

Die Reporter-Teams aus den Klassen 7B und 7E