Missio for life

Missio for life

Bei der interaktiven Ausstellung „missio for life“ durften im Februar 2020 alle 8. Klassen Einblicke in die Lebenswelt von Jugendlichen weltweit erhalten, die nicht so privilegiert leben dürfen wie wir. Durch VR-Brillen, Erklärungen über Tablets und die spielerischen Aufgaben an den jeweiligen Stationen konnten sie wirklich in die Geschichte von Renu aus Indien, Geoffrey aus Tansania und Paulo von den Philippinen eintauchen. Begeistert, bewegt und betroffen berichteten die Schüler/innen danach über die Ausstellung:

Am meisten hat mich bewegt:

  • … dass manche Kinder vom Müll der anderen leben müssen, obdachlos sind und die Straßenabgase einatmen müssen.
  • … dass das indische Mädchen Renu zur Heirat gezwungen wurde, obwohl sie den Mann gar nicht kannte.
  • … dass Renu beinahe von der Schwiegermutter umgebracht worden wäre, weil der Ehemann durch eine neue Heirat nochmals eine Mitgift erhalten hätte. Und dass nicht einmal Renus Vater ihr den Bericht über den Mordversuch glaubte.
  • … dass ein Ordensmann – ein Missio-Projektpartner - den verunglückten Geoffrey verstehen konnte, obwohl er nicht sprechen konnte.
  • … dass es schlimm ist, was alles in den Gefängnissen passiert.

Die Schüler/innen fanden, dass es eine „spannende Ausstellung mit modernen Aufgaben ist, die schön auf die Jugend zugeschnitten“ ist. Als Fazit formulierten viele Jugendliche, dass sie jedem die Ausstellung weiterempfehlen würden, „damit mehr Leute aufmerksam werden, wie schlecht es anderen Menschen in anderen Ländern geht“ und dass man „so wieder viel mehr schätzen kann, wie gut es uns geht“. Dankbar seien sie insbesondere dafür, dass „ihre Eltern ihnen ohne Zweifel glauben“. Eine Schülerin hofft, dass man dadurch auch selbst nachhaltiger lebt. „Es wäre aber wünschenswert, wenn man das Projekt „missio for life“ länger als nur zwei Schulstunden macht“, meinte ein Schüler zum Schluss.
Die Hilfsorganisation Missio setzt sich mit zahlreichen Projekten in den jeweiligen Ländern nachhaltig für die Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Jugendlichen ein. Mehr dazu unter www.missioforlife.de.

  • Text: 8b/e, Johanna Ostheimer und Sabine Thierfelder; Fotos: Julie Sanson, Sina Wolfrum (Fototeam)
  • 27. Februar 2020
  • Sabine Thierfelder