Lesetipp 6

Sommer am Abgrund

Informationen:

  • Autor: Jane Casey
  • Verlag: dtv
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Seiten: 368 Seiten
  • Ausgabe: Taschenbuch
  • Preis: 9,95 €
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Inhalt:

Lesetipp

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Wer liebt das nicht? Eigentlich gibt es nichts Schöneres, als in den Sommerferien zu verreisen. Jess allerdings fährt mit ihrer Mutter nach Port Sentinel, einer kleinen Küsteninsel in England, auf der Jess‘ Mutter aufgewachsen ist. Diese war seit 20 Jahren nicht mehr dort und möchte ihre Zwillingsschwester und deren Familie besuchen. Jess soll dabei ihre Verwandtschaft und den Ort der Kindheit ihrer Mutter kennenlernen. Port Sentinel ist allerdings ein ziemlich kleiner Ort, wo kaum etwas los ist. So denkt Jess zumindest, als ihre Mutter ihr von den Urlaubsplänen erzählt und so ist sie überhaupt nicht begeistert davon, ihre Ferien hier verbringen zu müssen.
Das ändert sich aber, als Jess den gut aussehenden Will kennenlernt und mehr über den rätselhaften Tod ihrer Cousine Freya herausfinden möchte. Diese sah ihr zum Verwechseln ähnlich. Kein Wunder also, dass die Bewohner von Port Sentinel Jess anstarren, als hätten sie einen Geist gesehen. Jedoch will ihr niemand genau sagen, wie ihre Cousine ums Leben gekommen ist. Auf der Suche nach der Antwort auf diese Frage begibt sich das taffe Mädchen oft in Lebensgefahr. Ob sie das Geheimnis um Freyas Tod lösen wird?

Bewertung:

Der offene und leichte Schreibstil von Jane Casey vermittelt schon zu Beginn des Buches eine angenehme Atmosphäre und macht es leicht, in die Welt von Jess einzutauchen. Ich konnte mir Port Sentinel sehr gut vorstellen und habe mich, trotz der winterlichen Temperaturen und dem dicken Pulli, den ich trug, wie im Sommer gefühlt. Die Beschreibung aus Jess‘ Perspektive hat es für mich sehr leicht gemacht, mich in die Sechzehnjährige hineinzuversetzen. Sie ist sehr temperamentvoll, selbstbewusst und klug und will ihr Ziel immer erreichen. Beim Versuch mehr über Freya herauszufinden, zeigt sie ein sehr provokantes Auftreten, was ich hingegen nicht immer nachvollziehen konnte. Die anderen Charaktere in dem Buch sind ebenfalls sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Das Buch hat keine Längen und ist vor allem gegen Ende hin sehr actiongeladen und spannend. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, ob Jess das Rätsel um Freyas Tod lösen kann. Vor allem der Prolog, der die letzten Minuten vor Freyas Tod zeigt, sorgt für einen leichten und spannenden Einstieg in den Jugendroman.
Zusammenfassend kann man sagen, dass „Sommer am Abgrund“ sehr gut geschrieben ist und ich kann es jedem nur empfehlen!