Jugend debattiert

Jugend debattiert

Faktencheck

Jugend debattiert ist der größte bundesweite Schülerwettbewerb zur sprachlich-politischen Bildung mit rund 200.000 Schülerinnen und Schülern, 7.800 Lehrerinnen und Lehrern an fast 1.100 Schulen unter der Schirmherrschaft des amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Das COG nimmt seit dem Schuljahr 2016/2017 aktiv daran teil.

Großer Schulwettbewerb am COG

In einem deutlich größeren Rahmen im Vergleich zum Debüt im vergangenen Schuljahr fand das Finale des diesjährigen Schulwettbewerbs „Jugend debattiert“ am 22.01.2018 in der Aula des COG enorm großen Zuspruch. Mehr als 150 Zuschauer verfolgten gespannt die Debatte: Nicht nur alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen fieberten mit, sondern auch Mitglieder des Direktorats, einige interessierte Lehrkräfte unterschiedlicher Fächer sowie mehrere Oberstufenschüler.
Auf die Vorrunden-Streitfrage „Soll im Sportunterricht auf Notengebung verzichtet werden?“ folgte im Finale das kontroverse Thema „Soll der Verzehr von ‚fast food‘ am COG verboten werden?“, das von den Qualifikanten Bettina Flory (9e), Carla-Marie Foistner (9a), Bianca Schüßler (9a) und Mathilda Storath (9c) nach seinen Vorzügen und Problemfeldern untersucht und mithilfe von gegenseitigen Argumenten erörtert wurde. Das Ziel einer solchen Debatte ist dabei stets, das Publikum von der jeweils eigenen, kurz zuvor zugelosten Sichtweise zu überzeugen – eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe!

Jahrgangsstufenübergreifende und schulverbindende Projektarbeit

Zuvor hatte jede 9. Klasse eine entsprechende Unterrichtseinheit unter der Anleitung ihrer dafür eigens fortgebildeten Deutschlehrkräfte durchgeführt, die in einen Klassenwettbewerb gemündet hatte. Aus diesem waren die besten 12 Debattanten ermittelt worden, die dann zum Schulwettbewerb antraten. Extra in Kooperation mit dem Werner-Heisenberg-Gymnasium in Garching ausgebildete Juroren, die ebenfalls zu den Mitschülern aus den 9. Klassen gehören, bewerteten gemeinsam mit den Projektlehrern die nach strengen Regeln durchgeführten Debatten, um die vier punktbesten Debattanten der Qualifikationsrunde zu küren. Die Jury des Finales in der Aula bestand aus Anna Devingtel (10a) – der letztjährigen Schulsiegerin und Qualifikantin beim Landesfinale –, der erfahrenen Jurorin Nina Allmeier (10c) sowie sechs weiteren Jurymitgliedern, bestehend aus Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen sowie den Schulkoordinatoren und Projektlehrkräften. Sie alle attestierten schließlich Carla-Marie Foistner (9a, Platz 1) und Mathilda Storath (9c, Platz 2) die schlagkräftigsten Argumente, das höchste Ausdrucksvermögen, die fundierteste Sachkenntnis und eine Überblick beweisende Gesprächsfähigkeit. Herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Schulwettbewerbs!

Erfolg beim Regionalwettbewerb am Gymnasium Unterhaching

Gleich drei unserer Schulfinalistinnen hatten schließlich am Regionalwettbewerb am 07.02.2018 am Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching die Gelegenheit, sich gegen weitere Schulsieger durchzusetzen. In zwei den Nachmittag füllenden und anspruchsvollen Vorrundendebatten zu den Themen „Sollen in öffentlichen Grünanlagen Sportgeräte für die Allgemeinheit aufgestellt werden?“ und „Sollen Läden auch an Sonntagen öffnen dürfen“ gelang es Mathilda Storath aus der 9c, sich unter der Vielzahl an Teilnehmern der Altersgruppe I aus Oberbayern-Ost für das folgende Finale zu qualifizieren, eine großartige und bewundernswerte Leistung!
Als Contra-1-Rednerin, der kritischsten Position in der Debatte, konnte sie uns als Zuschauer in allen vier Beurteilungskriterien (Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft) für sich gewinnen: Nach der aktualitätsbezogenen Streitfrage „Soll Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatischer Gesichtserkennung ausgestattet werden“ gelang es Mathilda zwar gegen die starke Konkurrenz knapp nicht, sich für das Landesfinale zu qualifizieren, sie bewies jedoch einmal mehr, wie differenziert sie sich auszudrücken und wie kontrovers sie gesamtgesellschaftliche Themen zu beleuchten gelernt hat – eines der großen, übergeordneten Ziele von „Jugend debattiert“, die sie hier verkörpert hat und dem ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in allen Belangen nacheifern können. Wir gratulieren Mathilda sehr herzlich zu diesem großartigen persönlichen Erfolg und bedanken uns im Namen der COG-Delegation bei allen mitgereisten Debattanten, Juroren und Zeitnehmern sowie bei der gesamten Schulfamilie für die starke Unterstützung!

Ausweitung des Wettbewerbs auf die Oberstufe

Bereits im vergangenen und auch in diesem Schuljahr haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler ihr Interesse daran bekundet, 2019 am Wettbewerb der Sekundarstufe II (Klassen 10-12) teilnehmen zu wollen. Dies zeigt den enormen Erfolg und Wirkungsgrad, den „Jugend debattiert“ im Bereich der Begabtenförderung am COG hat. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr mit vielen weiteren und spannenden Debatten, viel Spaß und Erfolg dabei!