Lesung von Lutz van Dijk

Verdammt starke Liebe

Lesung von Lutz van Dijk

Am 20. September 2017 las Lutz van Dijk in der Aula aus „Verdammt starke Liebe“ und „Endlich den Mut ...“.

Stefan ist vierzehn, als sich mit dem Überfall Deutschlands auf Polen im Sommer 1939 sein Leben über Nacht ändert. Zwei Jahre später lernt er Willi kennen, einen jungen deutschen Soldaten. Für beide Männer ist es Liebe auf den ersten Blick – doch Liebe zwischen Männern verfolgen die Nazis streng. Trotz der ungeheuren Gefahr, die eine Beziehung für sie bedeutet, gehen sie das Wagnis ein ...

Mit 65 Jahren begegnet Stefan dem 30 Jahre jüngeren Deutsch-Niederländer Lutz van Dijk und verfasst mit ihm zusammen das Jugendbuch „Verdammt starke Liebe“ (1991), das schnell zu einem großen Erfolg wird – bis heute das einzige Jugendbuch zur Verfolgung Homosexueller in der NS-Zeit weltweit. Gut zwölf Jahre korrespondieren beide – bis kurz vor Stefans Tod 2003. Seine unter dem Titel „Endlich den Mut…“ veröffentlichten Briefe dokumentieren die spannende Bewusstwerdung eines ehemals verfolgten schwulen Mannes, sein beinahe rauschhaftes Coming-out auf seiner ersten Lesereise in die USA bis hin zu den erneut aufkommenden tiefen Ängsten zum Ende seines Lebens.

Dr. phil. Lutz van Dijk war zuerst Lehrer in Hamburg, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam. Seit 2001 lebt er als Mitbegründer der Stiftung HOKISA, die sich für von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche einsetzt, in Kapstadt. Seine zahlreichen Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet.

  • Text: Gerd Hoffmann (Lehrer), Fotos: Luisa Quoos (Fototeam)
  • 09. November 2017
  • Sabine Thierfelder