Wildniscamp

Einmal Wildnis und zurück

Bereits zum dritten Mal in der Geschichte des Carl-Orff-Gymnasiums folgte eine 10. Klasse dem Ruf der Wildnis in das Wildniscamp am Falkenstein im Nationalpark Bayerischer Wald.

Nach einer Zugreise quer durch Bayern und einem einstündigen Fußmarsch durch den Wald breitete sich vor uns das Gelände aus, das für die nächsten fünf Tage unser Zuhause sein würde: Um eine große Lagerfeuerstelle verstreute kleine Hütten unterschiedlichster Bauart würden uns als Schlafplatz dienen.
In den folgenden Tagen führten Waldführer des Nationalparks die Schüler im Zuge verschiedener Workshops an das Thema Biodiversität heran. Ausgehend vom Nationalpark Bayerischer Wald wurde schnell klar, dass es sich beim Thema Biodiversität um eine globale Angelegenheit handelt, die nicht allein auf biologische Sachverhalte beschränkt ist, sondern auch die verschiedenen Lebensweisen unterschiedlicher Volksgruppen der Erde umfasst und eng mit wirtschaftlichen Aspekten verwoben ist. Die Verflechtung von Umweltschutz und wirtschaftlichen Interessen wurde uns im Zuge der mehrstündigen Lehrwanderung auf den großen Falkenstein anhand der verschiedenen Zonen des Nationalparks veranschaulicht: Der Unterschied zwischen der „Urwaldzone“ und dem vom Borkenkäferbefall gezeichneten Fichtenwald war nicht zu übersehen.
Als einer der Höhepunkte muss die Abendwanderung in das nahe gelegene Tierfreigelände des Nationalparks genannt werden: In der Dämmerung, ohne andere Besucher war es uns vergönnt, auch die scheusten Tiere zu sehen. Einen noch exklusiveren Programmpunkt gestaltete ein von der Elfenbeinküste stammender Gastlehrer, der nach einem Vortrag über seine Heimat die Schüler zum gemeinsamen Trommeln anleitete.
Um viele Erfahrungen reicher kehrten wir am fünften Tag in die Zivilisation zurück.