Orientierungstage

Orientierungstage

Das Leben als 9. Klässler mag spannend und doch nicht immer leicht sein. Familie, Freunde, Schule und die Gesellschaft postulieren ihre Erwartungen und man selbst entwickelt daneben ganz persönliche Vorstellungen vom eigenen Glück. Davon, ob und wie gut es einem jungen Menschen gelingt, seine eigene Identität und die an ihn herangetragenen Rollenerwartungen zu integrieren, hängen Glück und Erfolg bei weiteren Schritten Richtung Erwachsenwerden ab.

Orientierungstage

Da ist es wichtig, sich einmal eine Auszeit vom Schulalltag zu gönnen und sich mit Gleichaltrigen über genau die Themen auszutauschen, die persönlich bedeutsam sind: Freundschaft, Geschlechterunterschiede, Rollenerwartungen, Zukunftsängste und -Hoffnungen und Beziehungsfragen. Einen Rahmen dafür bieten die Orientierungstage in evangelischen Studienzentrum Josefstal. Begleitet von engagierten Studenten und ohne die Beurteilung von Lehrkräften war es auch dieses Jahr wieder allen Klassen der Jahrgangsstufe möglich, in angenehmer Atmosphäre nach Antworten zu suchen und neue Fragen aufkommen zu lassen. Wie von selbst wirkte sich diese doch recht intensive Begegnung auf das Klima in den Klassen aus: Es schweißt eben zusammen erlebnispädagogische Aufgaben zu bewältigen. So starteten Gruppen von 10 Schüler_innen, sich an den Händen fassend und mit verbundenen Aufgaben, um eine bekannte Wegstrecke möglichst schnell zu bewältigen – um Hausecken, über Steine, bergauf und bergab. Dass dazu Vertrauen, eine klare Kommunikation, Rücksicht und Koordination unabdingbar sind, liegt auf der Hand. Und was sich beim blinden Spazierengehen als hilfreich entpuppt, ist im Klassenzimmer auch nicht von Nachteil.