Norwegen

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Zu Gast in Norwegen

München – Tyristrand – Oslo

Am 4. 1. 2023 trafen sich Schüler*innen des COG frühmorgens am Flughafen, um nach Oslo zu fliegen und norwegische Schüler in Tyristrand nordwestlich von Oslo zu besuchen. Für diesen Tag waren 25 – 40 cm Schnee vorhergesagt, so dass die Fahrt auf den verschneiten Straßen nach Tyristrand etwas abenteuerlich war. Dort holten uns die Norweger ab, die den ganzen Nachmittag Pizza gebacken hatten und wir konnten sofort mit ihnen zu Abend essen und uns austauschen.

Die Schule in Tyristrand: Neujahrsball, Lagerfeuer, Tacofredag, Schlittschuhlaufen in der Nacht

Am nächsten Vormittag übten wir im Sportunterricht Tänze für den Neujahrsball, zu dem wir eingeladen waren. Anschließend stellten wir uns in mehreren Klassen vor, nahmen am Unterricht teil, lernten „false friends“ im Norwegischen und Deutschen und zeigten ein selbst erstelltes Kahoot über Deutschland.

Abends fand der Neujahrsball statt, der mit einer Polonaise begann, an der alle Schüler teilnahmen. Es gab viele Fotoshootings und zum Abschluss wurden die coolsten Outfits, die besten Tänzer und die „Königin“ des Abends ausgezeichnet.

Das Kontrastprogramm folgte am nächsten Vormittag. Wir stiefelten mit warmer Kleidung zum Rodeln, wo sich die Norweger schon mal zu viert übereinander auf ein Airboard legten, um den Hang hinunterzusausen. Die Sportlehrerin hatte im Schnee drei Lagerfeuer entfacht, an denen wir uns wärmen, gemütlich Stockbrot backen und heiße Schokolade trinken konnten.

Abends lernten wir den „Tacofredag“ kennen und um 23 Uhr konnten dann endlich die Schlittschuhe ausprobiert werden, nachdem die Eisfläche auf dem Schulhof freigeräumt worden war – andere Länder, andere Zeiten … .

Oslo: Polarforscher, Kon-Tiki, Munch, Oper, Korketrekkeren, Restaurant

Nun stand Oslo auf dem Programm, wo einige Schüler die Innenstadt erkundeten, während andere Richtung Holmenkollen fuhren, um auf dem „Korketrekkeren“ zwei Kilometer zu rodeln und dabei ein Gefälle von 250 Höhenmetern zu überwinden.

Am Sonntag besuchten wir das Fram- und das Kon-Tiki-Museum. Zunächst besichtigten wir die restaurierte Fram, ein Schiff, das im Auftrag des Polarforschers Fridtjof Nansen so konstruiert worden war, dass es nicht vom Packeis zerdrückt werden konnte. 1893 stach er damit in See, um sich mit einer zwölfköpfigen Mannschaft und 28 Schlittenhunden zum Nordpol driften zu lassen. Stürme, Eisberge und Polarlichter wurden großflächig an die Wände um das Schiff herum projiziert, so dass man sich die Atmosphäre ein bisschen vorstellen konnte. Diese Expedition war übrigens ein Vorbild für die 2019 – 2020 durchgeführte internationale MOSAiC-Expedition in die Arktis.

In einem anderen Raum wurde über den Polarforscher Roald Amundsen berichtet, der 1911 mit der Fram in die Antarktis gefahren war und sich dort mit dem Briten Robert Scott ein „Wettrennen“ zum Südpol geliefert hatte, den er mit drei Begleitern als Erster erreichte. In einem Film erfuhren wir auch, dass er 1926 mit dem Luftschiff „Norge“ als Erster den Nordpol überquert hatte.

Anschließend sahen wir im Kon-Tiki-Museum das Floß, mit dem Thor Heyerdahl 1947 von Peru aus mit fünf Begleitern 7 000 km über den Pazifik gesegelt ist. Er wollte beweisen, dass Polynesien von Südamerika aus hatte besiedelt werden können. Nach einem Gang durch nachgebaute Höhlen der Osterinsel fuhren wir zur berühmten Oper (siehe Foto), um bei etwas rutschigen Verhältnissen auf Schnee und Eis das Dach zu erkunden.

Am Montag kamen die Norweger nach Oslo, mit denen wir das Munch-Museum besuchten. Dort sahen wir den berühmten „Schrei“ (siehe Foto) und erfuhren über den Audioguide nicht nur, dass Munch mit ihm eine starke Misskommunikation darstellen wollte, sondern auch, dass sich dieses Motiv sowohl mit dem Zustand der Umwelt als auch mit der Situation von nicht artgerecht lebenden Tieren verbinden lässt.

Nach einer Bowling-Session verabschiedeten wir uns freundschaftlich von den Norwegern, die wir nun noch besser kennengelernt hatten als in München. Zum Abschluss ließen wir es in einem schönen Restaurant so richtig „krachen“ und flogen am 10. 1. 2023 mit vielen neuen Eindrücken zurück nach München.

Ganz herzlichen Dank an Frau Schicker und Frau Brandt sowie an Frau Wiedemann und an alle Eltern, die diese Reise ermöglicht haben!

Bildnachweis:

Norwegische Klasse am COG

Hei! Hvordan går det?

Im September 2022 besuchte uns eine norwegische Klasse aus der Nähe von Oslo für eine Schulwoche. Wir haben viele gemeinsame Aktivitäten unternommen wie eine Fotorallye in München, einen wichtigen Präsentationsnachmittag über die KZ-Gedenkstätte in Dachau, einen Besuch im Münchener Rathaus und vieles mehr. Die Abende haben wir meistens gemeinsam in einem Restaurant beendet, wo man nochmal die Chance hatte, sich über die unterschiedlichen Kulturen und Bräuche sowie über die gemeinsamen Erlebnisse auszutauschen. Mein persönliches Highlight der Woche war der Wandertag, an dem wir gemeinsam zum Bowlen gegangen sind. Es wurde viel gelacht und die Gemeinschaft wurde nochmals gestärkt.

Norwegen-Austausch 2022

Foto von Jorunn Vaardal Bockmann

Umso schwerer fiel der Abschied am Freitag, als es für die Norweger wieder nach Hause ging. Wir verabschiedeten uns gemeinsam am Flughafen, wo wir allen noch ein kleines Mitbringsel mit auf den Weg gaben. Als wir den Flughafen ohne die Norweger verließen, waren gemischte Gefühle in der Luft. Einerseits haben wir eine Menge Spaß in der Woche gehabt und viele Freundschaften sind entstanden, aber andererseits waren wir traurig, dass diese schöne Woche zu Ende gegangen ist. Viele von uns bleiben trotz der großen Distanz weiterhin in Kontakt und wir hoffen alle auf ein baldiges Wiedersehen.

Leonie Fassmann, 10C

Ganz herzlichen Dank an Frau Schicker, die diese Begegnung ermöglicht hat und an Herrn Eidner, der den Kontakt hergestellt hat sowie an Herrn Blum, Frau Brunner-Siegert, Frau Bockmann, Frau Helgesen, Herr Klein, Frau Brandt, Frau Bolbrinker, Herrn Eckerl, Frau Thierfelder, Paula Heller vom Gymnasium Markt Indersdorf, Frau Hallweger, Frau Winkler, Frau Pröbster, Frau Wiedemann, Frau Reiner und natürlich auch einen großen Dank an den sehr kooperativen Herrn in der Mensa sowie an alle Lehrer der 10. Klassen und der 9A und 9B. Alle haben dazu beigetragen, den Rahmen dafür zu schaffen, dass die Schüler und Schülerinnen sich begegnen konnten.