Mallorca

Eine Woche auf Mallorca

Mit Vorfreude trafen sich alle deutschen Teilnehmer des Mallorca-Austauschs am 21.10.2016 am Münchner Flughafen, um erstmal eine Stunde auf den Copiloten zu warten, der im Stau stand. Somit wurde das Klischee der pünktlichen Deutschen für die Mallorquini widerlegt. Trotz der langen Warterei wurden wir sehr herzlich von unseren Austauschpartnern und deren Familien in Empfang genommen. Anfangs waren wir beim Spanisch Sprechen noch unsicher, da es bei so vielen neuen Eindrücken nicht einfach ist, seine Kenntnisse aus dem Schulunterricht anzuwenden.

Schnell fühlten sich die meisten in ihrer Familie wohl und hatten ein ganzes Wochenende Zeit, neue Orte, Leute und Kultur kennenzulernen. So fuhren viele von uns mit ihren „Familien“ an den Strand und konnten auch einige mallorquinische Spezialitäten probieren. Da viele Bewohner der Insel in der Tourismusbranche arbeiten, durften einige sogar eine Nacht in einem Hotel der Gasteltern verbringen. Dort konnte man sich wie ein typischer deutscher Tourist fühlen, fühlte sich jedoch durch die Austauschpartner nicht sehr fremd. Besonders das Wetter war ein Traum für jeden von uns. Wer läuft denn schon Ende Oktober mit kurzer Hose und Sonnenbrille herum?

Am Montag wurden wir in der Jesuitenschule Nuestra Señora de Montesión, „nsdm“ begrüßt. Der Unterricht fängt dort, ganz entspannt erst um halb neun an, hört jedoch meistens später als am COG auf. Nun hatten wir eine Führung durch Palma, bei der die spanischen Schüler uns viele Orte der Hauptstadt Mallorcas zeigten und die wichtigsten Informationen vortrugen.

Am nächsten Tag fuhren alle deutschen Schüler zusammen mit Frau Dold und Herrn Hagel nach Valldemosa. Dort gab es die berühmten Cocas de patata mit einer originalen Horchata de Almendras (Mandelmilchgetränk) zum Frühstück. Von dort ging es weiter an die westliche Steilküste in das sehr idyllische Bergdorf Deiá, von dem aus wir hinunter zum Meer in die Cala Deiá wanderten. Dort hatten wir die Möglichkeit zu schwimmen. Trotz der vielen Algen im Wasser gingen viele begeistert baden und konnten sich dann mit dem Picknick wieder für den Rückweg stärken.Ein sehr interessantes Erlebnis war auch der Besuch des Unterrichts an der Schule. Denn dort tragen nicht nur alle Schuluniformen, sondern beten auch am Anfang des Tages. In einigen Fächern ist der Unterricht sehr modern durch Laptops und Whiteboards. Natürlich fielen wir deutschen Schüler – ohne Schuluniform - an der Schule stark auf und begegneten hier vielen aufgeschlossenen und freundlichen Schülern.

Am vorletzten Tag fühlten wir uns durch die Sandstrände, Palmen und warmes Wetter in Port de Soller wie in der Karibik. Dorthin gelangten wir mit einer historischen Bahn von 1920, die eine offene Bummelbahn ist und die wir schon von der Unidad 1 des Neuntklassbuchs kannten. Am Strand genossen wir es alle sehr, gerade auf Mallorca bei Sommerwetter im Sand zu liegen, anstatt in Deutschland bei kaltem Wetter in der Schule zu sitzen.

Vor unserer Abreise hatten wir noch eine Führung durch den Königspalast La Almudaina. Dorthin kommt auch manchmal König Felipe für „Besprechungen“, die meist ins Fernsehen übertragen werden. Nach einer Stunde „Freizeit“ mit den Austauschschülern in der Stadt mussten wir uns von den Mallorquinis verabschieden - mit Vorfreude auf den Rückaustausch im Februar.