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Die große Frage: Was ist Ethik?

Darüber streiten die Philosophen seit mehr als 2500 Jahren. Um ein gewisses Verständnis darüber zu vermitteln, warum wir das Richtige, das Gute, das Wahre tun, oder warum nicht, und zu welchem Zweck und Ziel, brauchen wir am Gymnasium 9 Jahre, ein jeder Mensch sein ganzes Leben. Wir suchen also immer nach dem Weg. Wir finden ihn – oder eben nicht.
Angefangen haben diese Jahrtausende währenden Denkprozess die alten Griechen. Den bunten Strauß der Gedanken und Ideen kann man beginnen mit Heraklit von Ephesus („Wir steigen niemals zweimal in den selben Fluss“) und fortsetzen mit dem Athener SOKRATES. Der betont die Allgemeingültigkeit der Moral, er ist der Begründer der Ethik. Seine Schüler Platon und Aristoteles geraten bereits in einen Grundsatzstreit. Dieser sagt: „Glückseligkeit ist das vollkommene und selbstgenügsame Gut und das Endziel des Handelns“, der andere begründet die Ideen mit dem Rätselwort vom „Guten an sich“, um dessentwillen man handelt.
An ihren Gründungsvätern arbeitet sich nun die Philosophiegeschichte fortwährend ab. Eine Wiedergeburt erleben die klassischen Denker in Deutschland. Die idealistische Philosophie von Kant und Hegel und all den vielen, die sich wiederum mit ihren Gedankengebäuden auseinander setzen, führt bereits in unsere Gegenwart. Hier stellen sich die Fragestellungen der Ethik immer wieder neu. Was sagen wir zur Stammzellenforschung? Zum Irakkrieg? Zum Klonen des Menschen? Zur Todesstrafe? Zu Gott und den Menschen, zur Liebe oder zum Hass?
Am Ende muss das jeder selber wissen. Um überhaupt zu den entscheidenden Fragen zu kommen, dafür brauchen wir den Ethikunterricht.



Autor: Ekkehard Pascoe
Homepagemitarbeiter:
26.07.2008