Günther Hasinger am COG
Ein ganzes Universum in 60 Minuten.

Als ein in mehrfacher Hinsicht außergewöhnliches Ereignis präsentierte sich der zweite
Abend der Vortragsreihe "Faszination Physik - Spitzenforschung in und um München' in der Aula des COG.
Außergewöhnlich groß war der Publikumsandrang, der nur dank eilig herbeigeholter Zusatzstühle
bewältigt werden konnte. Außergewöhnlich prominent war natürlich auch der Redner des Abends,
denn mit Prof. Dr. Günther Hasinger konnte man einen der wichtigsten Astrophysiker unseres
Landes hautnah erleben - seines Zeichens Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik in Garching, Träger des angesehenen Leibniz-Preises der DFG und nicht zuletzt erfolgreicher Buchautor.
Und außergewöhnlich attraktiv war darüber hinaus das Thema des Vortrags: "Das Schicksal des Universums - Eine Reise vom Anfang zum Ende".
Unverkrampft und gut gelaunt gab Prof. Hasinger einen anschaulichen Einblick in kosmische
Dimensionen von Raum und Zeit, weihte seine Zuhörerschaft in die faszinierenden Geheimnisse der kosmischen Hintergrundstrahlung ein und ließ auch die "dunkle Seite der Macht" nicht zu kurz kommen. So wurde dem interessierten Publikum vor Augen geführt, dass Schwarze Löcher in der Lebensgeschichte unseres Universums eine ebenso tragende Rolle spielen wie die mysteriösen Mitstreiter Dunkle Materie und Dunkle Energie. Dass ein solch gewaltiges, viele Milliarden Jahre überspannendes
Thema nicht in 60 Minuten erschöpfend behandelt werden kann, liegt in der Natur der Sache.
Doch Prof. Hasinger ist an diesem Abend etwas gelungen,
was vielleicht noch wertvoller ist als auf möglichst viele Fragen fertige Antworten zu präsentieren.
Er hat Neugierde geweckt - einen Zustand, den schon der große Albert Einstein als elementare Antriebskraft menschlichen Handelns angesehen hat:
"Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."
Autor: Gerd Hoffmann, Lehrer
Homepagemitarbeiter:
HPT24.09.2008