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Besuch aus der Ukraine

Mit großer Vorfreude erwarteten wir (die deutschen Schüler) unsere ukrainischen Austauschschüler im Oktober 2010. Im Zuge des P-Seminars "Aufbau eines Schüleraustauschs mit der Ukraine" waren wir bereits im Mai zu Gast in der Ukraine in Charkiw. Dort, hatten wir schon tiefe Freundschaften geschlossen und deshalb haben wir uns schon lange Zeit gefreut unsere Freunde wieder zu sehen und hatten viel mit ihnen geplant.
Wir hatten ein abwechslungsreiches Programm erstellt, jeden Tag hatten wir viel mit unseren Austauschpartnern zu "erledigen".
Beispielsweise hatten wir Stadtführungen durch München, Freising und Regensburg vorbereitet, bei welchen die Ukrainer sehr interessiert zuhörten und sich viel merkten. Aber nicht nur für die ukrainischen Schüler waren diese Stadtführungen interessant, auch wir Deutschen haben aus ihnen gelernt und viel Neues erfahren.
Und natürlich stand für die Ukrainer der Besuch im Konzentrationslager Dachau an, bei dem Frau Konicsek die Führung übernahm. Als wir die Ukrainer dann am Oberschleißheimer S-Bahnhof abholten (wir waren in der Schule), waren sie sehr bedrückt, deshalb ließen wir den Tag ruhig in den Familien ausklingen.
Aber nicht nur die deutschen Schüler mussten in die Schule, sondern die ukrainischen Schüler besuchten den Unterricht, sie interessierten sich vor allem für Deutsch, Englisch und Mathematik. Dabei stellten sie fest, dass es am COG disziplinierter zugeht als an ihrer Schule.
Da wir meistens an den Abenden kein Programm hatten, haben wir uns immer etwas zusammen überlegt, beispielsweise haben wir zusammen das Fußballspiel Deutschland – Türkei angeschaut, bei welchem die Ukrainer voller Begeisterung für die deutsche Mannschaft gejubelt haben.
An einem anderen Abend haben wir dann alle miteinander gekocht und auch zusammen gegessen, es gab typisch bayrische Kost: Schweinebraten mit Knödeln und Blaukraut. Die ukrainischen Schüler haben beteuert, dass es ihnen sehr gut geschmeckt hat, was uns sehr gefreut hat.
Am Samstag sollte der Tag dann eigentlich in den Familien verbracht werden, doch wir hatten schon länger geplant, dass wir alle etwas zusammen machen, so sind wir dann Schlittschuhlaufen gegangen und haben uns im Olympiapark etwas umgeschaut. Es gab aber nicht nur kulturell etwas "um die Ohren", sondern auch sportlich haben wir einiges unternommen. Wir sind mit der Bahn zum Tegernsee gefahren, wo wir von Gmund aus zu Fuß entweder auf die Neureuth aufgestiegen sind oder über den Höhenweg nach Tegernsee gewandert sind. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt, wir machten auf einer Hütte am Berg Brotzeit.
Sogar der Münchner Merkur berichtete über diesen Austausch, eine Reporterin hatte uns am Donnerstag besucht und sich angehört, was wir alles gemacht haben und wie es den ukrainischen Schülern hier gefällt.
Am letzten Abend, also am Freitag gab es noch eine Q 12 – Stufenparty, auf die wir unsere Ukrainer mitgenommen haben und wo wir nochmal richtig ihre Zeit hier in Deutschland gefeiert haben.
Alles in allem hat es den Ukrainer hier in Deutschland sehr gut gefallen und sie würden gerne wieder hierher kommen. Für uns war es auch etwas neues eine komplett andere Kultur kennen zu lernen und sich darauf einzulassen.
So waren alle etwas bedrückt, als wir unsere Austauschpartner zum Bus bringen mussten, der sie vom Flughafen Memmingen zurück in die Ukraine gebracht hat.

Pressebericht

Münchner Merkur, 13.10.2011:




Autor: Dennis Odaci, Sebastian Skalicky Q12
Homepagemitarbeiter: Tobias Klein
20.10.2011