Reflexionen der Schüler zum Betriebspraktikum 2011
In einem Architekturbüro
Der Beruf Architekt interessiert mich nach meinem Praktikum noch mehr als davor, weil ich jetzt einige Sachen mehr verstehe. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich nun eher weiß, ob ich in meinem späteren Leben etwas mit Architektur zu tun haben will oder nicht. Um so etwas sagen zu können, muss man sich davor noch viel tiefgründiger und mehr mit dem Thema Architektur beschäftigen als in einem Praktikum.
Christoph
Unternehmen für Wärme- und Kälte-Speichertechnologie
Ich durfte in der Produktentwicklung mitarbeiten. Das Praktikum hat meine Erwartungen gänzlich übertroffen, da ich Einblick in alle Bereiche der Firma erhielt und viele Tätigkeiten ausüben durfte wie z.B. Schweißen, Metallverarbeitung und Reparatur von Thermoelementen. Diese Arbeiten haben mich darin bestärkt, auf diesem Sektor zu arbeiten, da handwerkliche Tätigkeiten mir sehr viel Spaß machen. Meine Einstellung zur schulischen Arbeit hat sich nur insofern verändert, als ich nun weiß, dass vier Stunden Schule nicht sehr lang sind.
Pascal
Unternehmen in der IT-Branche
Nach meiner Praktikumswoche lässt sich sagen, dass meine Vorstellungen kaum mit der Realität übereinstimmen. Was für ein Riesen-Apparat bzw. Aufwand hinter dem Verkauf eines Produkts steht, ist gewaltig. Von dem guten Klima, das zwischen den Mitarbeitern in den Büros herrscht, bin ich wirklich überrascht, da anscheinend in verschiedenen TV-Staffeln nur die Ausnahmen dargestellt sind. Ich könnte mir durchaus vorstellen, in dieser Branche später tätig zu sein, dennoch wird sich der Markt in den nächsten Jahren verändern. Zudem liegt in der freien Wirtschaft sehr viel Druck auf jeden einzelnen Anbieter, so dass es auf Dauer sicherlich Nerven aufreibend ist, besonders im Vertrieb. Meine schulische Arbeit wird sich nicht durch das Praktikum verändern, lediglich war es eine große Hilfe bezüglich meiner Fächerwahl für die Oberstufe.
Christoph
In einer Bank
Die Realität hat meine Vorstellungen übertroffen, weil in der Bank viel mehr abgelaufen ist, als ich es mir erwartet habe. Das Bankwesen ist ein durchaus interessanter Berufsweg, jedoch sehe ich das Praktikum mehr als Chance, Einblicke in die Berufswelt zu bekommen. Natürlich war es mal ein anderes Erlebnis, erst um halb sieben nach Hause zu kommen, als wie in der Schule, bei der man spätestens um dreiviertel vier zu Hause ist.
Julian
Bei BMW
Meine Vorstellungen hinsichtlich des Berufs des Industriekaufmanns haben sich bestätigt. Ich könnte mir durchaus vorstellen, in diesem Berufsfeld zu arbeiten. Allerdings werde ich mich noch nicht festlegen, denn ich habe ja „nur“ die Ausbildung des ersten Ausbildungsjahrs gesehen. Es kann also durchaus sein, dass sich die Arbeiten und Aufgaben in späteren Ausbildungsjahren und im eigentlichen Betrieb anders darstellen. Hinsichtlich der schulischen Arbeit hat sich meine Einstellung geändert: Wenn man wirklich groß herauskommen will, muss man hart an sich arbeiten und sollte immer das Beste geben.
Fabian
In einer Schreinerei
Isabella
In einem Marktforschungsunternehmen
Die Praktikumswoche hat mir sehr viel beigebracht, auch in Bereichen, die ich später vielleicht sehr brauchen werde wie z.B. den Umgang mit dem Office-Set. Ich habe bei allen möglichen Themen und Bereichen der Firma alles Mögliche nachgefragt, wodurch ich sehr viele Informationen erhalten habe, die mir einen großen Einblick gewährten, wie es in dieser Marktforschungsfirma abläuft. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit erfahrenen Menschen zu arbeiten und von ihnen zu lernen.
David
In einer Buchhandlung
Vor dem Praktikum wollte ich eigentlich gar nicht in diesem Bereich tätig sein, aber die Woche bei Hugendubel hat so viel Spaß gemacht und ich durfte fast alles machen, was die Angestellten gemacht haben. … Insgesamt hat mir diese Woche sehr gut gefallen und am liebsten hätte ich gleich noch weiter gemacht.
Julia
In einem Verlag
Meine Vorstellungen haben größtenteils mit der Realität übereingestimmt, da ich mich auch schon Vorfeld für die Arbeit in einer Redaktion interessiert hatte. Dennoch bekam ich viele neue, wertvolle Erfahrungen und erlebte den Arbeitsalltag in einer Redaktion aktiv mit. Das Praktikum hat mich auf jeden Fall darin bestärkt, später einmal in der Redaktion einer Zeitschrift oder als Journalist zu arbeiten, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat. Auch finde ich es wichtig, Menschen über verschiedene Themen durch Zeitungen und Zeitschriften zu informieren. Viel Spaß hatte ich auch bei den Besprechungen und fand es interessant, worauf man z.B. bei der Werbung oder beim Layout einer Zeitschrift achten muss. Die Zusammenarbeit mit den vielen Mitarbeitern von MultiMedia und Recht (MMR) und auch des Beck Verlags fand ich sehr schön, weil sie alle sehr nett waren und sich viel Zeit für meine Fragen genommen haben. Meine Einstellung zur schulischen Arbeit hat sich leicht verändert. Mir ist noch einmal vor Augen geführt worden, dass es sich lohnt, im Unterricht aufzupassen und gute Noten zu schreiben, damit ich einen guten Studienplatz bekomme und meinen Traumberuf später erreichen kann. Außerdem weiß ich jetzt, dass der Berufsalltag viel anstrengender ist als mancher Schulalltag.
Alexander
Beim Gericht
Es war eine sehr ausgefüllte, aber auch interessante und lehrreiche Woche, die einen guten Einblick in die Abläufe am Gericht und auch den Beruf des Richters ermöglichte. Es hat sich gezeigt, dass der Beruf sehr interessant und aufgrund der Arbeitszeiten sehr entspannt sein kann, wegen der vielen verrückten Fälle und Straftäter aber auch sehr schnell stressig und langwierig wird. Allerdings ist es immer interessant und unterhaltsam, aber auch mit viel Arbeit zur Vorbereitung der einzelnen Fälle verbunden.
Michael
Beim Bayerischen Rundfunk
Die Vielfalt der Berufe und Tätigkeiten beim BR ist viel größer, als ich es mir als normaler Radiohörer vorgestellt habe.
Durch die Erfahrungen, die ich im Praktikum gesammelt habe, kann ich es mir sehr gut vorstellen, beim BR zu arbeiten, wenn auch die Arbeit dort sehr anstrengend ist, vor allem als Reporter, der immer auf der Jagd nach geeigneten und interessanten Interviewpartnern und Themen ist. Aber auch beim anschließenden Schneiden und Bearbeiten muss man immer hoch konzentriert sein. Die Arbeit beim BR fand ich spannender als Schule, denn ich war den ganzen Tag stark gefordert und trotzdem hat mir die Tätigkeit Spaß gemacht. Schön war, dass ich nicht die einzige Praktikantin war und so die Möglichkeit hatte, eine neue Freundschaft zu schließen. Wenn es irgendwie geht, werde ich sicher mal wieder beim BR reinschauen.
Sophie
In einem Multimedia-Technologie-Unternehmen
Das Praktikum hat mich definitiv darin bestärkt, später in dieser Branche zu arbeiten, da diese Woche einfach ein wahnsinnig tolles Erlebnis war. Ich muss wirklich zugeben, dass ich es traurig find, um 16 Uhr schon wieder nach Hause zu gehen. Deswegen freue ich mich auf die Ferien, denn ich darf wieder in diesem Betrieb arbeiten.
Melanie
Autor: Alexander Hagel
Homepagemitarbeiter:
Tobias Klein28.07.2011