Polenaustausch 2011
In der ersten Oktoberwoche besuchten uns – nun bereits zum achten Mal – 15 polnische Schülerinnen und Schüler aus Krzeszowice bei Krakau. Anders als in den Vorjahren mussten unsere Gäste diesmal nicht eine 16-stündige Busfahrt über sich ergehen lassen, sondern konnten nach einem kurzen Flug im Vollbesitz ihrer Kräfte von uns begrüßt werden. Alle Schüler wohnten gemeinsam in der Jugendbegegnungsstätte am Tower in Oberschleißheim. Das gut ausgestattete und jugendgerechte Haus bot einen schönen Rahmen bzw. Ausgangspunkt für das kräftig gefüllte Programm der Austauschwoche: So gab es Workshops zu Themen wie Gesellschaft und Kultur, deutscher und polnischer Sprache, Literatur der beiden Länder und der Geschichte. Natürlich wurde auch unsere Landeshauptstadt vorgestellt: Die deutschen Schüler erläuterten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Münchens vor Ort, es gab eine original bayerische Brotzeit im Biergarten am Viktualienmarkt, der Autobauerstolz wurde im BMW-Museum demonstriert und München bei Nacht genossen. Erstmals gab es in diesem Jahr einen Grillabend gemeinsam mit allen Gasteltern, die ihre Austausch-Schüler ansonsten nur an einem Familientag und einem weiteren Abend zu Gesicht bekamen. Besonderes Schmankerl war ein Bootsbauer-Workshop: Nach historischer Einführung zum Oberschleißheimer Schloss und seinen Wasserkanälen galt es, die Liebesboote des Kurfürsten Max Emanuel in deutsch-polnischen Teams nachzubauen. Die Ergebnisse können in der Ausstellung am COG und in den Fotos unten begutachtet werden.
Das Eigentliche des Austauschs ereignete sich auch in diesem Jahr eher "zwischen den Zeilen" und auf vielen verschiedenen Ebenen, v.a. im Zusammenleben der Schüler Tag und Nacht, im gemeinsamen Essenvorbereiten, in den unzähligen Gesprächen und natürlich auch Blödeleien und durchaus auch in den auftretenden Konflikten und Schwierigkeiten, aus deren Lösung oft ein vertieftes Verständnis für die Freunde aus dem Nachbarland resultierte. Am Ende war der Trennungsschmerz groß, die Verabschiedung dauerte so lange, dass der wartende Busfahrer nahezu die Geduld verlor. Wir alle freuen uns auf unseren Gegenbesuch in Krakau im zweiten Halbjahr!
Autor: Robert Hahn, Lehrer
Homepagemitarbeiter:
Thi02.02.2012