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Die Herrlichkeit des Lebens eines unglücklichen Mannes

Michael Kumpfmüller liest am COG



Am 09.11.2011 las Michael Kumpfmüller aus seinem neusten Buch „Die Herrlichkeit des Lebens“ am COG. Da das Buch vom letzten Lebensjahr Franz Kafkas handelt, dessen Werke in der Oberstufe behandelt werden, fand die Lesung speziell für die Schülerinnen und Schüler der Q12 statt.

Zu Beginn erzählte Herr Kumpfmüller etwas über sich selbst. Im Alter von 3 Jahren zog er nach Unterschleißheim und besuchte anschließend das Gymnasium in Garching. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Journalist für verschiedene Tageszeitungen und Zeitschriften.

Seinen ersten Roman „Hampels Fluchten“ veröffentlichte er im Jahr 2000. Ein Ausschnitt aus diesem Roman fand auch schon Einzug im ersten G8-Abitur in Bayern. Nach zwei weiteren Romanen „Durst“ und „Nachricht an alle“ veröffentlichte er seinen neuesten Roman „Die Herrlichkeit des Lebens“ 2011.

In diesem Buch geht es um das letzte Lebensjahr Franz Kafkas. Da Kafka 1923 schon schwer an Tuberkulose erkrankt war, besuchte er damals den Ferienort Müritz an der Ostsee. Dort lernte er seine letzte große Liebe Dora Diamant kennen. Von dieser Liebe und dem Glück Kafkas handelt der Roman. Um dabei möglichst realitätsnah zu bleiben, recherchierte er ausführlich. Außerdem las er alle Werke Franz Kafkas noch einmal genau.

Nach seiner Einführung las Herr Kumpfmüller aus zwei verschiedenen Passagen seines Romans. Der erste Abschnitt handelt von Kafkas erster Begegnung mit Dora, der zweite von ihrem Leben in Berlin. In dem Buch wird die äußere Situation sehr bildhaft und genau beschrieben. Dadurch, dass jeweils ein Kapitel aus der Sicht Kafkas und eines aus der Sicht Doras geschrieben ist, erhält der Leser detaillierte Einblicke in das Innenleben der beiden Protagonisten.

Nach seiner Lesung war Herr Kumpfmüller noch für Fragen offen. Die Schüler interessierte nun besonders, inwiefern das Buch zwischen Realität und Fiktion unterscheidet. Der Autor erläuterte, wie er die Fakten und seine Vorstellung schließlich miteinander verbunden hatte. Als Beispiel verwendete er einen Ausschnitt aus dem Kapitel, das er zuvor vorgelesen hatte. Das Faktum dabei war, dass Kafka in Berlin ein Foto von sich machen hatte lassen, das er seiner Familie schicken wollte. Kumpfmüller ließ seine eigene Vorstellung dabei einfließen, indem er die möglichen Gedanken Kafkas bezüglich dieses Fotos schildert.



Autor: Text: Andreas Brandt (Q12), Fotos: Felicitas Dusel (Fototeam)
Homepagemitarbeiter: Andreas Brandt
22.11.2011