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Vermummte Gestalten im Valentinspark

Sterne beobachten mit dem Astronomie-Seminar

In einer mondhellen, klaren Nacht zogen neun Gestalten auf den Gipfel des Valentinshügels. Nahe dem Steinkreis sammelten sie sich und – halt - nein, sie mussten sich dort nicht als neun Gefährten den dunklen Mächten stellen, es ging „nur“ um die Macht, pardon, Faszination der Sterne.
Wo sind also der Große Wagen und der Polarstern? Wo ist überhaupt Norden? Auf der Sternkarte sieht das ganz einfach aus… Zum Glück war der Mond so hell, dass nur die helleren Sterne zu sehen waren, die anderen hätten uns sonst noch verwirrt. Aber wir sahen alles was wir wollten: den Großen Wagen, das große W - die Kassiopeia, den kleinen Wagen, den mächtigen Orion mit Großem Orionnebel im Schwert. Da kam auch schon das erste Aha-Erlebnis. Der Orionnebel sah auch im Fernrohr eher schwarz-weiß aus und nicht so schön farbig wie die prächtigen Aufnahmen des Hubble-Space-Teleskops. Das ist leider der Unterschied zwischen direkter Beobachtung und einer Langzeitaufnahme.

Astronomie-Seminar Astronomie-Seminar


Der Mond war zum Glück noch nicht voll, das heißt seine Schattengrenze war wirklich interessant. Selbst bei kleiner Vergrößerung sieht man Berge, Täler und Krater und in diesen die Schatten der Randgebirge.

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Am eindrucksvollsten war aber Jupiter, der König der Planeten, der 70% der Gesamtplanetenmasse im Sonnensystem beinhaltet. Wir sahen ein kleines gelbliches Scheibchen, flankiert von den Monden Callisto, Io, Europa und Ganymed. Manch einer fühlte sich vielleicht ein klein wenig wie Galilei vor 400 Jahren beim ersten Blick durch das Fernrohr. Hier machte sich auch die Erddrehung deutlich bemerkbar, nach ein paar Minuten lief Jupiter einfach aus dem Bild und wir mussten das Fernrohr nachjustieren.

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So schön wie auf diesem Bild sahen wir den Jupiter leider nicht; es wurde von der Raumsonde Cassini gemacht.
Die Plejaden, die Seminarteilnehmer nannten sie „Minieinkaufswagen“, waren auch ein lohnendes Objekt. Oder einfach der Blick mit dem Feldstecher in die Milchstraße, da sieht man auf einmal hunderte von Sternen.

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Trotz aller Sternebegeisterung und heißem Tee wurde es den neun Gefährten dann nach etwa einer Stunde doch kalt und wir lernten: zum Sternegucken immer besonders warm anziehen!

Astronomie-Seminar

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Mit interessierten Schülern nachts nach den Sternen zu greifen: galaktisch! Der nächste Beobachtungsabend kommt bestimmt.

Autor: Dorothea Honal, Lehrerin
Homepagemitarbeiter: Andreas Brandt
29.06.2011