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Valentinspark – 2. Teil: Die Mondfinsternis

Am 15.Juni wurden wir Zeuge eines ebenso eindrucksvollen wie unterhaltsamen Himmelsschauspiels: die totale Mondfinsternis!
Gegen 21:30 trafen sich die daheimgebliebenen (drei Mädchen des W-Seminars und zwei Freundinnen) auf dem Gipfel des Valentinsparkberges und richteten den Blick nach Südosten, dort wo wir den Mond erwarteten. Leider war da nur eine in der Farbgebung durchaus hübsche Wolke zu sehen. Aber wir übten uns in Geduld. Zahlreiche Schaulustige waren inzwischen auch schon eingetroffen und harrten der Dinge. „Wo ist denn nun der Mond?“ „Na finster halt, hahaha!“ Nun, das Riesenrad des Volksfestes war auch interessant, leuchtete hübsch, ab und zu wehte die Musik herüber – kurz: langweilig war es nicht.
Die besorgte Frage einer Bekannten, ob wir denn in die richtige Richtung sähen nahm ein weiterer Beobachter zum Anlass mit mir über die Aufgangsorte des Mondes zu diskutieren. Ich sagte nämlich zu meiner Bekannten, der Mond gehe immer im Osten auf, er könne gar nicht anders. Wir wurden dann aber mit einer völlig neuen Theorie des Mitbeobachters konfrontiert: der Mond gehe manchmal im Osten auf und manchmal im Westen, denn wenn er als Sichel am Abendhimmel steht, steht er ja im Westen! Meine geduldigen Versuche, die durchaus schwierige Bewegung des Mondes zu erklären stießen auf Granit. „Lesen Sie doch mal astronomische Bücher!“ riet er mir (Kichern bei den Schülerinnen).
Zum Glück taucht da der rote Mond hinter den Wolken auf (im Osten) und wir beendeten das Gespräch, jeder sich seinen Teil denkend. Der Mond war phantastisch: groß, rot und nicht besonders hell. Um kurz nach 23:00 war die rötliche Phase der Mondfinsternis beendet und das weiße silbrige Mondlicht blitzte am linken Rand wieder auf. Die Erde warf tatsächlich einen runden Schatten auf den Mond. Mit dem Feldstecher sah man alles noch viel schöner. Die Wolken, die von Westen her aufzogen ließen uns doch noch eine kleine Frist zur Beobachtung. Das Warten hat sich wirklich gelohnt.
Nur eines hatte ich vergessen: ich hätte den Verfechter des variablen Mondaufgangs fragen sollen, wann die Richtungsumkehr immer stattfindet und warum ich sie noch nie bemerkt hatte. Vielleicht sollte ich ja doch mal astronomische Bücher lesen…

Mondfinsternis
Bild: Muhammad Mahdi Karim

Mondfinsternis
Bild: dzilam

Autor: Dorothea Honal, Lehrerin
Homepagemitarbeiter: Andreas Brandt
29.06.2011